Grüne Woche Berlin

 

16. - 25. Januar 2026

 

Bei der Grünen Woche in Berlin trifft sich derzeit alles, was im Bereich Landwirtschaft, Ernährung, Gartenbau und Forst Rang und Namen hat. Neben den deutschen Bundesländern sind viele europäische und außereuropäische Vertretungen präsent. Eine bunte Vielfalt unterschiedlichster Kulturen begegnet sich hier. Zugegen ist natürlich auch die Politik, MdLs, MdBs, Landes- und Bundesminister, bis hin zum Bundeskanzler. Das zeigt schon die Bedeutung dieses Events.

 

Die Grüne Woche ist im Wesentlichen eine Messe der Nutzer, die sich hier treffen, vorstellen und vernetzen, gemeinsame Aktionen präsentieren. Im Wald/Forst-Bereich war der Widerstand gegen die Wiederherstellungsverordnung (WVO, Nature Restoration Law) überall gegenwärtig.

 

Für den ÖJV steht natürlich alles, was mit Wald/Forst zu tun hat, im Fokus. Auch wenn wir oft zwischen allen Stühlen sitzen, sind wir zur Grünen Woche eingeladen: Unsere Haltung zur Wald-Wild-Thematik gehört ganz zentral zum laufenden und noch bevorstehenden Um- und Aufbau unserer Wirtschaftswälder. In Bayern ist diese Haltung unter "Wald vor Wild" ja bis in das Wald- und Jagdgesetz hinein verankert.

 

Ich bin dankbar dafür, dass wir immer zum großen Empfang der Waldbesitzer eingeladen sind. Einzelne Länder laden uns auch zu ihren Staatsempfängen. Dass ich als waschechter Mittelfranke auf dem Bayerischen Staatsempfang vertreten bin, erklärt sich dabei von selbst.

 

Das Wertvolle für den ÖJV an diesem Großereignis ist, dass wir - insbesondere in meiner Funktion als Bundesvorsitzender - mit wichtigen Vertretern ins Gespräch kommen und so eine Verbindung geschaffen und gestärkt wird, die eine gute Ausgangsbasis für konstruktive Auseinandersetzungen ist. An dieser Stelle mein herzlicher Dank vor allem an die AGDW für die diesjährige Einladung.

 

Der Wald erlebt vor allem aufgrund der Klimakrise stürmische Zeiten, dazu kommen die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche und Verwerfungen. Kein einfaches Pflaster!

 

Der ÖJV steht zum Wald, zu angepassten Wildbeständen, zum Eigentum und zum Wirtschaftswald. Das musste und muss ich auch keinem meiner Gesprächspartner und Gesprächspartnerinnen erklären. Es ist bekannt: So wie wir jagen, profitieren Ökonomie und Ökologie.

 

Nachdem ich viele Gesprächspartner:innen teils seit Jahrzehnten kenne, sind die Begegnungen so gut wie immer ganz herzlich und konstruktiv. Von daher blicke ich sehr zufrieden auf meine Tage bei der Grünen Messe in Berlin zurück. - Eine gute Sache!

 

Dr. Wolfgang Kornder

(Bundesvorsitzender des Ökologischen Jagdverbandes)